Tilt – Wie man sich schützt
Jeder der sich mit Poker befasst, kam früher oder später in diese heikle Situation: „Tilt“! Dies ist ein Phänomen, das vor allem Anfängern passiert, da sie nicht wissen, wie sie mit diesem Zustand umgehen sollen. Dieser Artikel befasst sich mit dem Thema Tilt und wie ihr Euch davor schützen könnt.
Das Thema Tilt ist für jeden pokerspieler, egal ob Anfänger oder Profi, von höchster Wichtigkeit. Wer kennt die Situation nicht? Man spielt sein erstklassiges Poker, aber bekommt oft keine guten Karten oder verliert einen Pot nach dem anderen, obwohl man alles richtig gemacht hat. Diese Phase durchlebt jeder Pokerspieler und jeder muss das beste daraus machen.
Was einen guten von einem schlechten Spieler unterscheidet ist, das der gute Spieler merkt wann er auf Tilt ist und dementsprechend auch gegen wirkt. Als Tilt wird der Zustand bezeichnet, in dem man sich mehr von seinen Emotionen lenken lässt anstatt sich auf die mathematischen Grundlagen und die Erhaltung der Bankroll zu stützen. Ein Spieler, der auf Tilt ist trifft meist immer falsche Entscheidungen, die er „aus dem Bauch heraus“ fällt. Jeder gute Pokerspieler merkt, wenn er beginnt zu tilten und wirkt dem sofort entgegen.
Des weiteren handeln Spieler auf Tilt nicht mehr Objektiv und interpretieren die Situationen ganz anders, als sie es eigentlich sollten. Wenn ein Spieler auf Tilt einen Bad Beat durch einen anderen Spieler erleben musste, so handelt er oft emotional und versucht sich das verlorene Geld von diesem Spieler durch gewagte Spielzüge zurückzuholen. Ein guter Spieler lässt sich niemals von seinen Emotionen lenken und hört lieber auf, bevor er noch weitere schwerwiegende Fehler macht.
Ein häufiges Indiz, dass man auf Tilt ist ist das warten und hoffen auf eine magische Karte am River. In diesem Fall lässt man den Faktor Glück Oberhand gewinnen und wird auf lange Sicht mehr verlieren als gewinnen. Ziel eines guten Spielers sollte es daher sein, sich eine gewisse Tiliresistenz aufzubauen und sich strikt an seine Regeln halten.
Es ist wichtig bei einer sogenannten Drawdown Phase (eine Phase in der man nur noch eine Hand nach der anderen verliert) sein eigenes Spiel zu analysieren und sich somit sicher zu gehen, dass man selbst keine großen Leaks im eigenen Spiel hat. Wenn man sich sicher ist, dass das eigene Spiel richtig ist kann man getrost weiterspielen und sich sicher sein, dass es sich nur um einen Downswing handelt. Man sollte auch niemals versuchen in einer Downswing Phase die Verluste mit aller Gewalt wieder herein zu holen. Poker sollte man als ein großes Spiel betrachten. Der nächste Tag kommt auch wieder und vielleicht läuft da alles besser.
Sich eine Resistenz gegen Tilt anzueigenen ist nicht einfach und erfordert eine Menge Disziplin und Durchhaltevermögen. Ihr solltet ständig Euer eigenes Spiel selbstkritisch beurteilen und Euch diese Resistenz gegen Tilt aneignen, bevor die Gegner diesen Zustand zu ihrem eigenen Vorteil ausnutzen. Mit der Zeit werdet ihr schnell merken wann ihr anfangt zu tilten und könnt so rechtzeitig aufhören, denn das nächste Spiel wartet auch auf Euch!

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