Trap Hands – kleine Stolperfallen beim Pokern
Poker begeistert die Menschheit schon seit mehreren Jahrhunderten. Jedes Jahr wollen hunderte neue Spieler die Regeln und Vorgehensweisen beim Poker erlernen. Die professionellen Spieler erfreuen sich darüber, weil die Anfänger immer typische Fehler machen, die sie so ausnutzen können. Ein sehr bekannter Anfängerfehler ist das Spieler sogenannter Trap Hands. Dieser Artikel zeigt Euch was Trap Hands sind und wie man sie vermeidet.
Trap Hands sind Hände, die auf den ersten Blick zwar gut aussehen, jedoch bei näherer Betrachtung gar nicht mal so gut sind. Viele Anfänger freuen sich, wenn eine der beiden Karten ein Ass ist und spielen diese Karten dann auch gleich. Man sollte auch den Kicker beachten. Der Kicker ist die andere Karte, die man ausgeteilt bekommt. Wenn man z.B. A2 hat, dann hat man zwar mit den Ass eine hohe Karte, jedoch verliert man mit der Hand oft, da ein anderer ein Ass mit einem höheren Kicker hat. Dies sind die sogenannten Trap Hands, die es zu vermeiden gilt.
Anfänger neigen oft dazu mit solchen Trap Hands zu früh zu erhöhen und mitzugehen, da sie nur das Ass im Auge haben und sich um den Kicker nicht weiter kümmern. Dies kann unter Unständen sehr teuer werden, wenn ein anderer Spieler eine Hand mit einem besseren Kicker hat. Es sollte unbedingt vermieden werden solche Trap Hands zu spielen und man sollte solche Karten lieber mal früher ablegen und auf die nächsten Karten warten.
Beispiele für Trap Hands sind AJ, AT, KJ, KQ, QJ und QT. Man sieht, dass diese Karten (gerade weil es sich um 2 Bildkarten handelt) auf den ersten Blick doch relativ gut aussehen. Aber der Kicker sorgt dafür, dass diese Hände sich oft nur als die zweitbeste Hand herausstellen. Natürlich heisst das jetzt nicht, dass solche Hände überhaupt nicht spielbar sind. Man hat mit diesen Händen auch gute Chancen auf eine Straße oder gar einen Flush, wenn die Karten von der selben Farbe sind. Das größte Problem sind die Top Karten wie: AA, KK, QQ, AK oder KQs. Diese Hände haben den besseren Kicker und gewinnen somit gegen diese Trap Hands.
Wenn man sich dazu entschließt eine der Trap Hands zu spielen, sollte man den Gegner immer im Auge behalten. Wenn man merkt, dass man auf starke Gegenwehr stößt (beispielsweise ein re-raise auf dem Turn) dann kann man sich sicher sein, gegen eine der besseren Karten zu laufen und man kann seine Karten getrost ablegen. Mit diesen Trap Hands sollte man generell vor dem Flop nicht erhöhen, sondern nur limpen (also einfachen Einsatz bezahlen). Viele Profis limpen auch nur mit den Top Händen und sind somit nicht so berechenbar.
Vermeidet also generell das Spielen von Trap Hands und achtet auf die Spielweise der Gegner. Macht Euch bereit, Trap Hands bei heftiger Gegenwehr abzulegen und warten auf die nächsten Karten. Mit diesen Tipps könnt Ihr Euch viel Geld sparen, denn beim poker gilt auch: Eine nicht gespielte Hand kann auch eine profitable Hand sein. Wir wünschen Euch viel Erfolg an den Tischen!

