7 Card Stud – Freeroll-Poker-Turniere

In den Casinos und Spielbanken der Welt wird immer häufiger auch Poker angeboten. Dies hängt sicherlich mit dem derzeitigen Poker-Boom zusammen, der dieses Kartenspiel gesellschaftsfähig machte. Hier wird jedoch nicht nur nach den Regeln der Varianten Texas Hold’em oder Omaha gespielt, sondern ebenfalls 7-Card Stud, oder auch Seven Card Stud.

Ein hervorragendes Beispiel hierfür sind die Poker Europameisterschaften, die jedes Jahr im Wiener Casino Baden stattfinden. Im Laufe des amerikanischen Bürgerkriegs wurde Stud Poker immer beliebter und eroberte ganz Nordamerika im Sturm. Mit der Zeit verdrängte 7-Card Stud Poker seinen Vorläufer 5-Card Stud und war so das populärste Kartenspiel.

Von Mitte des 19. Jahrhunderts bis ins Jahr 1970, also über 100 Jahre lang, bildete 7-Card Stud die verbreiteste Poker-Variante. Obwohl Texas Hold’em diese Rolle seit den 70er-Jahren des 20. Jahrhunderts einnimmt, ist 7-Card Stud noch heute eine der bekanntesten Poker-Varianten. 52 französische Spielkarten bilden die Grundlage für ein Seven Card Stud-Turnier, an dem maximal neun und mindestens zwei Poker-Spieler teilnehmen können.

Ziel des Turniers ist es, die Gegner zur Aufgabe zu verleiten und gleichzeitig ein hohes Blatt zu bekommen. Ein Fixed-Limit bei dem bereits vor Spielbeginn der maximale Einsatz festgelegt wird stellt in der Regel die Setzstruktur eines solchen Turniers dar. Andere Strukturen, wie das Spread-Limit, sind ebenfalls möglich, jedoch nicht üblich.

Wie der Name bereits sagt, bekommt jeder Poker-Spieler eines Seven Card Stud-Turniers sieben Karten, die im Laufe des Spiels ausgeteilt werden. Zu Beginn eines 7-Card Stud-Turniers müssen alle Turnier-Teilnehmer den sogenannten Ante bezahlen. Dieser ist eine Gebühr, die in den Pott eingezahlt wird und vor jeder zu spielenden Hand fällig ist.

Insgesamt besteht ein Spiel aus fünf Einsatzrunden und unterscheidet sich stark von anderen Poker-Varianten, denn hierbei gibt es keine Gemeinschaftskarten, die offen auf den Tisch ausgelegt werden. In der ersten Runde von 7-Card Stud-Poker erhalten alle Teilnehmer jeweils drei Karten, von denen eine für die anderen Mitspieler einsehbar ist. In der folgenden Runde verteilt der Kartengeber die Fourth Street, die aus einer offenen Karte besteht.

Die fünfte und sechste Karte werden ebenfalls offen ausgeteilt, im Gegensatz zur letzten Karte, die verdeckt gehalten werden muss. Zwischen den einzelnen Runden haben die Spieler die Möglichkeit, auszusteigen oder weiterhin am Spiel teilzunehmen. Am Ende des Turniers hat der Poker-Spieler gewonnen, der mit fünf Karten die höchste Hand bilden kann.