Blind-Struktur – Poker-Turnierregeln
Neben der jeweiligen Spielvariante und den fälligen Gebühren, muss die Blind-Struktur eines Poker-Turniers ebenfalls in den Turnierregeln festgelegt werden. Beim sogenannten Blind handelt es sich um den Mindesteinsatz, den die Teilnehmer eines Spiels verpflichtet zu zahlen sind. Die ersten beiden Poker-Spieler, die links vom Kartengeber, dem Dealer, sitzen, müssen immer den Blind zahlen.
Hierbei unterscheidet man grundsätzlich zwischen dem Small Blind und dem Big Blind. Die Höhe des Big Blind entspricht dem zuvor im Reglement festegelegten Mindesteinsatz. Im Gegensatz dazu, stellt der Small Blind nur die Hälfte des Big Blinds dar. In der Regel lässt sich der angemessene Big Blind berechnen, indem man die Anzahl an Startchips eines Poker-Spielers durch 50 teilt. So wäre bei einem Poker-Turnier, bei dem man zu Beginn 1000 Chips erhält, ein Big Blind von 20 angebracht.
Im Verlauf eines Turniers wird die Höhe des Blinds von Runde zu Runde erhöht, sodass die Spannung steigt. Sobald der Big Blind der Höhe der Startchips entspricht, nennt man ihn auch Final Blind, da das Turnier danach beendet wird.
Neben dem Blind, wird der sogenannte Ante ebenfalls in vielen Poker-Turnieren eingesetzt. Dieser stellt einen Mindesteinsatz dar, den nicht nur die beiden ersten Spieler links vom Dealer, sondern alle Teilnehmer bringen müssen. Der Ante ist in den meisten Fällen eine geringe Summe, die bereits vor der Kartenausgabe fällig wird.
Die Blind-Struktur kann von jedem Turnier-Veranstalter individuell festgelegt werden und ist in den jeweiligen Turnierregeln zu finden. Interessenten eines Turniers sollten die Blind-Struktur genau analysieren, da viele Anbieter von Poker-Turnieren sehr hohe Blinds vorschreiben, die einen Erfolg der Spieler praktisch unmöglich machen. Werden die Blinds zu hoch angesetzt werden, sollten Freunde des Poker-Sports auf das Turnier verzichten und einen seriöseren Veranstalter suchen.
Es gibt jedoch ebenfalls Turniere, die Cash Games, die vollkommen auf die Erhöhung des Blinds oder die Erhebung des Antes verzichten und somit eine attraktive Spielmöglichkeit für Poker-Fans bieten. Aber auch hier ist Vorsicht geboten, denn nicht selten ist hierbei der Buy-In extrem hoch.