Gebühren und Preise – Poker-Turnierregeln
Im Zuge der wachsenden Popularität des Poker-Sports, steigt auch die Anzahl an Anbietern von Live-Turnieren, die vom derzeitigen Boom profitieren möchten. Immer wieder werben Casinos und offizielle Pokerräume mit attraktiven Sachpreisen und hohen Preisgeldern und versuchen auf diese Art und Weise, beigeisterte Poker-Fans an die Spieltische zu locken.
Doch Interessenten sollten sich auf keinen Fall von den Lockangeboten blenden lassen und vor der Anmeldung die Gebührenordnung genau studieren. Nicht selten geben Veranstalter die teilweise immensen Kosten eines Live-Turniers in Form von zahlreichen Gebühren an die Poker-Spieler weiter. Daher empfiehlt es sich, die Angebote zu vergleichen und nur seriöse Veranstaltungen zu besuchen.
In der Regel verlangen Casinos eine Gebühr namens Rake, die einen gewissen Anteil des Potts ausmacht. Häufig muss ein Poker-Spieler 5% bis 10% des Potts an den Veranstalter des Turniers abführen, um überhaupt mitspielen zu dürfen. Im Gegensatz zu Online-Turnieren im Internet ist dies ein relativ hoher Betrag, der in den hohen Veranstaltungskosten begründet ist.
Als Alternative zum Rake wird in einigen Live-Poker-Turnieren eine Zeitgebühr erhoben. Wie der Name bereits vermuten lässt, muss jeder Teilnehmer diese Gebühr zahlen, damit er eine vorgegebene Dauer an dem Poker-Turnier teilnehmen darf. Die sogenannte Time Charge beträgt üblicherweise zwischen 5 und 10 US-Dollar und umfasst eine Spieldauer von rund 30 Minuten.
Die Hand Charge oder zu deutsch Handgebühr bildet eine weitere Variante der Turnier-Gebühren und wird mit jeder gespielten Hand erneut fällig. Nur selten wird diese Form der Gebührenerhebung anstatt des Rakes oder der Zeitgebühr von den Veranstaltern in Anspruch genommen, da sie ein Poker-Turnier unnötig in die Länge ziehen. Außerdem strapazieren Live-Turniere mit einer Handgebühr den Geldbeutel der Spieler stark und sind somit äußerst teuer.
Aufgrund dieser zahlreichen Gebühren lassen sich viele Poker-Spieler abschrecken und gehen ihrem Hobby ausschließlich im Internet nach, denn diese erweisen sich immer wieder als günstige Alternativen zu Live-Turnieren. Hierbei fallen jedoch ebenfalls die Preise häufig geringer aus, was die Attraktivität eines Online-Turniers wesentlich mindert.
Die extrem hohe Anspannung und die Chance auf das ganz große Geld machen den Reiz eines Live-Turniers aus und machen solche Veranstaltungen zu echten Highlights. Bei der Preisvergabe stehen dem Veranstalter eines Turniers zwei Varianten zur Auswahl, die festgelegte Gewinnsumme und der proportionale Gewinn. Welche Variante in einem Turnier Anwendung findet, hängt vom Veranstalter ab und muss in den Turnierregeln aufgeführt werden.
Sofern um eine festgelegte Gewinnsumme gespielt wird, muss das exakte Preisgeld für jede Platzierung bereits im Vorfeld feststehen. Bei der proportionalen Variante erhält jeder Teilnehmer einen, von seinem Erfolg abhängigen, Prozentsatz des Jackpots.